DrogenGenussKultur |
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Fachinformation: Methcathinon, Methylon und Mephedron |
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10. Rechtliche AspekteMethylon und Butylon wurden in der Bundesrepublik Deutschland mit der Sechsundzwanzigsten Verordnung zur Änderung
betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (26. BtMÄndV) vom 20. Juli 2012 (BGBl. I S. 1639; Nr. 35) in Anlage I zu § 1 BtMG (nicht
verkehrsfähige Betäubungsmittel) aufgenommen. Die Verordnung trat am 26. Juli 2012 in Kraft. 28 Da diese Substanzen in Anlage I zu § 1 BtMG aufgelistet sind, ist der Besitz ohne Erlaubnis für den Erwerb durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verboten. Auch wer diese Substanzen einführt, herstellt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst wie in den Verkehr bringt oder sich in sonstiger Weise verschafft, wird mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft. Der Konsum dieser Substanzen ist in Deutschland (im Gegensatz zur Schweiz) jedoch nicht verboten und somit nicht strafbar.
11. MischkonsumZwischen MDMA und Methylon besteht eine einseitig ausgeprägte Kreuztoleranz bezüglich der Intensität der gewünschten Wirkung. Der Konsum von Methylon vor der Einnahme von MDMA reduziert die MDMA-Wirkung in signifikanter Weise. Wird hingegen Methylon nach dem Konsum von MDMA eingenommen, dann wird die Methylon-Wirkung kaum beeinträchtigt. Erfahrene Psychonautiker raten vom gleichzeitigen Konsum von Methylon und Butylon ab, da die Effekte dieser beiden Substanzen sich nicht harmonisch ergänzen und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens unangenehmer Nebenwirkungen deutlich erhöht ist. Allgemein wird vom gleichzeitigem Konsum von Cathinon-Derivaten und Substanzen wie Gamma-Hydroxybutyrat (GHB/GBL/BDO), Ketamin, Opioide, und Benzodiazepinen abgeraten, da damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein Verlust des Bewusstseins gegeben ist. Ein Cathinon-Derivat kann im Monokonsum und speziell im Mischkonsum mit Substanzen, die in den Serotonin-Haushalt eingreifen, zu einem milden bis sehr gefährlich verlaufenden Serotonin-Syndrom führen. Vorsicht ist geboten mit Antidepressiva, Opioide, Stimulanzien, Triptane, Psychedelika, Medikamente gegen Migräne und Medikamente wie Lithium, Tryptophan, L-Dopa, Neuroleptika usw. Eine erhöhte Gefahr eines Serotonin-Syndroms besteht auch bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten wie Tramadol, MAO-Inhibitoren, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und Medikamenten, die eine Steigerung der Ausschüttung von Serotonin bewirken.
12. Safer UseMinimalregeln zur Risikovermeidung für User von Cathinon-Derivaten
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